Seit 20 Jahren bin ich Angestellter einer Nachfolgeeinrichtung der früheren Bundespost.
Diese Einrichtung umfasst derzeit noch Sozialeinrichtungen, wie ein Erholungswerk, eine Krankenkasse sowie eine Waisen- und Seniorenbetreuung.
Ich habe beispielsweise für den Vergleich der finanziellen Strukturen der Krankenkasse, Grundlagen gelegt, diese vergleichbar mit anderen privaten Krankenversicherern zu rechnen. Auf Grund Ausbildung Statistik, weiß ich dass die Kalkulation von Lebenszeittarifen in der Krankenversicherung, mit Versichertenzahlen unterhalb 13.000 Personen ein Risiko ist, weil das Gesetz der großen Zahl nicht hinreichend brauchbar greift; die praktischen Mittelwerte weichen zu stark von den theoretischen Mittelwerten ab.
Wettbewerbsfähige Tarife sind bei zu kleinen Anzahlen Versicherter nicht auskömmlich kalkulierbar.
Bei Klinefeltern (KS) scheint der Begriff „seltene Krankheit“ mehrfach belegt. KS ist einerseits mittels Definition auf 1:500 Männer also 2 Promille bestimmt, um leitliniengerecht Hormonsubstitution leisten zu können; andererseits als Diagnose in der Gruppe der abweichenden geschlechtlichen Chromosomen Ausstattungen, englischer Begriff „DSD“, mit 1:1000 Personen, und in Deutschland bekannten Patientenzahlen eher im Bereich 1:5000 also 0,2 Promille belegt. Folge der geringen Patientenzahl könnte auch die geringe Zahl von Kompetenzzentren im Land sein. Es wird abzuwarten sein, was die neuen Musterungen für die Bundeswehr ergeben, wieviel DSD in den Jahrgängen gefunden werden?
In meinen Zwischenzeugnis textete die Personalstelle „Dabei kommt ihm neben seinem umfassenden, detaillierten und aktuellen Fachwissen auch sein ausgeprägter Wissensdrang zugute.“ Da schwingt Autismus-Spekrum mit.
Verheiratet, keine Kinder.
Ohne Testosteron fehlt mir Antrieb, ich habe erstmals seit langem mit vielen Pausen 15 Kilometer Fahrrad für Einkäufe gefahren. Ich habe wenig Muskeln und kann nur wenig heben. Steigungen hochfahren, Fahrrad, funktioniert weder mittels besserem Gang mit mehr Treten noch mit mehr Kraft; ich steige ab und schiebe.
Geboren 1960, aufgewachsen seit 1961 in Münster, Grundschule, Realschule – ab da Schwierigkeiten, Themen und Sprache zu fassen, Linkshänder – zum Schreiben auf Rechtshand trainiert – Sport immer schlecht in der Leistung, war 1974, mit meinem Vater am Katschberg Pass in Österreich wandern, und für den geringen Höhenunterschied danach völlig alle.
1979 Abitur, ich bin ausgemustert worden, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Münster; damals kamen die ersten selbst programmierbaren Anwendungen – ich lernte einfach Basic, Fortran, SPSS und PL/1, entwickelte für einen Lehrstuhl ein Marktsegmentierungsmodell, und alles was Zahlen hatte, war halbwegs einfach, und alles, was Freitext Forschung und Formulierungen hatte, da rein bekam ich meist kaum Zugang.
Ich konnte und kann Körpersignale anderer Menschen nicht lesen und habe manche Person mit mir und meinem Unverständnis zur Weißglut gebracht.
Nach dem Examen wollte ich unbedingt in den Vertrieb – ein Auswahlverfahren riet im Ergebnis ausdrücklich davon ab; und entgegen diesem wählte ich einen Vertrieb und war nach 3 Jahren Beruf am Ende – Unterschätzen der Lesefähigkeit Körpersprache anderer. Ich habe dann an einer neunmonatigen Fortbildung als Organisationsprogrammierer teilgenommen. Dort habe ich so viel gelernt habe, dass ich danach gut ab 1990 mit einem PC so umgehen konnte, dass ich daran mir neue Themen und Kalkulationen selbst erschließen konnte.
Von 1990 bis 2003 mit wenigen Festanstellungen nach Verbleib bei Kunden, war ich gut 8 Jahre in Zeitarbeit und in Buchhaltungen als Aushilfe beschäftigt.
Ich habe damals in Kelsterbach 1995 bei einer Fluggesellschaft im Rechenzentrum die Stille erlebt, als uns die Datenkabel in einem Schacht am Flughafen zerschnitten worden waren, und kein Telefon mehr ging. Ich war einer der Wenigen, der in der Lage war, das WeRe Konto nach SAP R2 Einführung auszulesen und strukturell Abgrenzungsbuchungen dafür vorzubereiten.
Mit einem multinationalen Arbeitgeber bin ich von Frankfurt nach Bonn umgezogen. Der Standort Bonn tickte völlig anders als Frankfurt am Main; in Frankfurt war gegenseitige Einarbeitung üblich – zweimalige Übergabe von Arbeiten vor Urlaubsbeginn und nach Urlaubsende – und in Bonn trat auf meinen Arbeitsplätzen ich Vertretungen ohne erhaltene Übergabe an und versuchte mich dann in Unbekanntes einzuarbeiten – was mich manchmal richtig viel Kraft gekostet hat.
… erst einmal Ende des Berichtes.
Danke dir.